Das Reibungsprinzip: QR Codes beeinflussen die Kundengewinnung

A person looking through a store-front window at three different QR codes on display in glass cloches.

Der Unterschied zwischen einem QR Code, der zum Kauf führt, und einem, der das nicht tut, lässt sich meist auf eine einfache Frage zurückführen: Erspart er dem Kunden einen Schritt oder fügt er einen hinzu?

Sam Oh, Vice President of Acquisition bei Bitly, drückt es so aus: „Kampagnen, die funktionieren, vereinfachen in der Regel etwas für den Nutzer.“

In der Praxis kann das bedeuten, die Suchzeit zu verkürzen, die Produktsuche zu optimieren, Nachbestellungen zu vereinfachen oder physische Erlebnisse direkt mit digitalen Aktionen zu verknüpfen.

Hier erfährst du, wie du dieses Prinzip mithilfe von drei praktischen Tools auf die gesamte Customer Journey anwenden kannst: ein Vereinfachungsaudit, ein nach Journey-Phasen gegliedertes Platzierungs-Framework und einen „Scan-to-Customer“-Mess-Trichter.

Anmerkung: Die unten aufgeführten Marken und Beispiele haben wir bei unserer Online-Recherche für diesen Artikel gefunden.

Wichtigste Erkenntnisse:

  • QR Codes verbessern die Kundengewinnung, indem sie unnötige Schritte zwischen Interesse und Handlung überflüssig machen.

  • Die effektivsten QR-Platzierungen sprechen Kunden in Momenten an, in denen ihr Kaufinteresse besonders groß ist und sie einen hohen Informationsbedarf haben.

  • QR Codes sind am effektivsten, wenn sie physische und digitale Erlebnisse in beide Richtungen miteinander verbinden.

  • Smartphone-spezifische Funktionen wie Augmented Reality und standortbezogene Angebote können einen Scan zu einem noch überzeugenderen Moment der Konversion machen.

  • Die erfolgreichsten QR-Code-Strategien betrachten die Neukundengewinnung als messbaren Trichter und optimieren die Leistung auf der Grundlage des Scan-Verhaltens und der daraus resultierenden Ergebnisse.

  • Dynamische QR Codes, wie zum Beispiel Bitly Codes, und Echtzeit-Analysen ermöglichen es, QR-Kampagnen kontinuierlich zu optimieren, anstatt sie als unveränderliche physische Objekte zu betrachten.

Das Reibungsprinzip: Warum QR Codes zum Kauf führen

QR Codes sind dann erfolgreich, wenn sie die Distanz zwischen Absicht und Handlung verkürzen. Das ist wichtig, denn jeder zusätzliche Schritt bietet eine weitere Gelegenheit für Zögern, Ablenkung oder Aufgabe. Tatsächlich umfasst der durchschnittliche Checkout-Prozess im E-Commerce 5,1 Schritte, was verdeutlicht, wie schnell sich auf dem Weg zum Kauf Reibungsverluste summieren können.

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Stell dir vor, ein QR Code ist direkt auf einem Autoteil angebracht, das ausgetauscht werden muss – der Besitzer scannt ihn und gelangt sofort auf die richtige Produktseite. Kein Suchen, kein Navigieren. Der Weg zur Konversion ist nun direkt.

Das ist der Standard, den jeder QR Code für Unternehmen erfüllen sollte. Wenn ein Scan die nächste Aktion nicht erleichtert, schafft er eine weitere Hürde, anstatt eine zu beseitigen.

Der Vereinfachungstest: 3 Fragen, bevor du Code auslieferst

Bevor du ein QR Code-Erlebnis startest, solltest du dir diese drei Fragen stellen:

  • Macht diese Überprüfung die nächste Aktion einfacher oder schwieriger?

  • Führt der Scan direkt zur nächstbesten Aktion, oder muss der Kunde noch weiterklicken?

  • Platziert ihr den QR Code an einer Stelle, an der der Kunde sonst zögern oder den Kaufvorgang abbrechen würde?

Wenn ein QR Code diese Fragen nicht erfüllt, überdenk die Umsetzung noch einmal, bevor du ihn einsetzt.

Strategische Platzierung und die Brücke zwischen physischer und digitaler Welt

Die effektivsten Platzierungen für QR Codes liegen an der Schnittstelle zwischen hoher Kaufabsicht und hohen Hindernissen – dort, wo ein Kunde bereit ist zu handeln, aber etwas ihn davon abhält. Die richtige Platzierung beseitigt diese Barriere und verknüpft physische Berührungspunkte mit einem einzigen Scan direkt mit digitalen Aktionen.

Aber selbst gut platzierte Anzeigen müssen ständig optimiert werden, da sich das Kundenverhalten, die Kampagnen und die Prioritäten im Laufe der Zeit ändern. Bitly Codes sind dynamisch, sodass Teams die Ziel-URLs aktualisieren können, ohne die Codes neu drucken zu müssen, während Bitly Analytics Marketingfachleuten hilft, Interaktionstrends zu beobachten und Kampagnen in Echtzeit zu optimieren.

Strategische Platzierung: Kunden in Momenten mit hoher Kaufabsicht ansprechen

Wenn du QR Codes einsetzt, um Kaufentscheidungen zu fördern, konzentriere dich auf Momente, in denen Kunden am ehesten innehalten, nach weiteren Informationen suchen oder den Kaufvorgang ganz abbrechen.

So kann die strategische Platzierung von QR Codes auf den verschiedenen Bühnen aussehen:

  • Bewusstsein: Füge QR Codes zu Ladenschildern, Ausstellungsstücken im Showroom oder Printkampagnen hinzu, die Kunden zu interaktiven digitalen Inhalten oder für Mobilgeräte optimierten Landingpages weiterleiten.

  • Zu beachten: Platziere Codes an den Stellen, an denen Kunden am ehesten Fragen haben, und verlinke direkt zu Produktinformationen, FAQs oder Q&A-Inhalten, die häufige Bedenken ausräumen, bevor sie den Kaufprozess unterbrechen.

  • Entscheidung: Nutze Codes, um Bestellformulare, Preisseiten oder den Bezahlvorgang so zu gestalten, dass sich die Zeit bis zum Kauf für besonders kaufwillige Kunden verkürzt.

  • Post-purchase: Bringe QR Codes auf der Verpackung oder direkt auf dem Produkt an, um Nachbestellungen, die Wiederauffüllung von Lagerbeständen oder entsprechende Cross-Selling-Möglichkeiten zu unterstützen.

Die Brücke zwischen physischer und digitaler Welt: Die Zwei-Wege-QR-Code-Strategie

Die überzeugendsten QR-Code-Strategien bringen Kunden nicht nur von offline nach online. Das funktioniert in beide Richtungen. Ein QR Code auf einem Sofa in einem Ausstellungsraum könnte ein Augmented-Reality-Erlebnis (AR) auslösen, mit dem sich der Kunde das Sofa in seiner eigenen Wohnung vorstellen kann. Das Gleiche gilt auch umgekehrt: Ein QR Code auf einer Produktseite ermöglicht es jemandem, das digitale Erlebnis in seinen physischen Raum zu holen.

Smartphones machen das noch leistungsfähiger. Interaktive Kataloge mit QR Codes können direkt zu Produktvorführungen, AR-Vorschauen oder standortbezogenen Angeboten führen – Funktionen, die Unsicherheiten abbauen und den Kaufprozess beschleunigen. Der Schlüssel liegt darin, jeden Scan mit einer klaren nächsten Aktion zu verknüpfen, sei es ein Kontaktformular, ein Bestellvorgang oder eine Buchungsseite.

Vom Scan bis zum Kunden: Branchenleitfäden und Messung

Wenn du die Leistung von QR Codes misst, musst du nachweisen, dass deine Codes zu Conversions führen, anstatt nur die Scans zu zählen. Hier sind die wichtigsten Kennzahlen zu QR Codes, die du im Auge behalten solltest:

  • Scan-to-Click-Rate: Verfolge das Verhältnis von Scans zum Klickvolumen auf der Seite, um zu sehen, ob QR Codes zu Aktionen führen.

  • Scan-zu-Konversionsrate: Wenn deine gewünschte Conversion-Aktion nicht mit einem Klick auf der Seite übereinstimmt, musst du außerdem das Verhältnis zwischen Aufrufzahl und Conversion-Zahl erfassen. Weitere häufige Konversionspunkte sind Käufe oder das Absenden von Formularen.

  • Geografische Umrechnung: Nutze Kartenansichten, um das Scanvolumen nach Standort zu verfolgen, und vergleiche dies anschließend mit den Konversionsraten. Diese Kennzahl ist für Marken mit starker nationaler oder internationaler Präsenz unverzichtbar.

  • Zeit bis zur Konversion: Verfolge Scans in Echtzeit und vergleiche sie in Echtzeit mit den Conversions. Wenn zwischen dem Scannen und der Konversion viel Zeit vergeht, könnte das darauf hindeuten, dass der QR Code den Kaufprozess nicht so reibungslos gestaltet, wie du es ursprünglich beabsichtigt hast.

*Hinweis: Bitly zeigt dir zwar die Gesamtzahlen für Klicks und Scans an, und einige Tarife bieten geografische Daten, aber für Conversion-Daten musst du ein anderes Tool wie Google Analytics nutzen.

Die erfolgreiche Platzierung von QR Codes sieht in jeder Branche anders aus. So setzt du das in deinem Unternehmen um.

Branchen-Leitfäden, die du dir nach Branchenbereich zu eigen machen kannst

Nutze diese Leitfäden, um QR Codes zu implementieren und Reibungsverluste in deinem Kundenerlebnis zu beseitigen.

Fertigung und B2B: Produkte in diesem Bereich müssen oft regelmäßig gewartet oder ausgetauscht werden. Füge direkt an deinen Produkten QR Codes hinzu, über die Kunden Wartungstermine vereinbaren, Ersatzteile oder Zusatzprodukte kaufen können. Aktualisiere die Ziel-URL regelmäßig, damit deine Kunden immer Zugriff auf die benötigten Informationen haben.

Wohnaccessoires und Möbel: Baumärkte können QR Codes nutzen, um Produktmaße, Materialangaben, Montageanleitungen oder Ideen zur Stilkombination anzuzeigen, während die Kunden im Laden einkaufen. Diese Codes können Käufer auch zu Produktvorführungen oder Informationen zur Verfügbarkeit führen und so dazu beitragen, Unsicherheiten vor dem Kauf abzubauen.

Einzelhandel und E-Commerce: Eine der besten Möglichkeiten, QR Codes im Einzelhandel einzusetzen, ist die direkte Verlinkung zu Produktinformationen oder FAQ-Seiten. Fragen oder Bedenken halten interessierte Kunden oft davon ab, einen Kauf zu tätigen. Wenn ein QR Code sie jedoch direkt auf die richtige Seite mit hilfreichen Informationen führt, nimmt das ihre Bedenken und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie aktiv werden.

Konsumgüter: Füge QR Codes auf den Produktverpackungen ein, die direkt zu einem Online-Nachbestellprozess führen, um den Nachkauf zu vereinfachen. Du kannst auch Codes verwenden, um auf Informationen zur Nährwertzusammensetzung oder zur Lieferkette des Produkts zu verweisen.

Professionelle Dienstleistungen: Nutze QR Codes bei Veranstaltungen und anderen Offline-Kontaktpunkten, damit Kunden auch nach dem persönlichen Treffen mit dir in Kontakt bleiben können. Diese Codes können zu Lead-Magneten oder Formularen zur Buchung von Demos führen.

Vom Scan bis zum Kunden: Den QR-Akquisitions-Trichter nachverfolgen

Messungen sind wichtig, denn Scans allein belegen noch nicht die Wirkung der Akquise. Das Ziel ist es, herauszufinden, ob die Platzierung eines QR Codes tatsächlich den Weg zur Konversion verkürzt.

Je nach deinem Tarif bietet Bitly Analytics Einblicke in Interaktionsmuster, darunter:

  • Scanvolumen

  • Entwicklung der Mitarbeiterbindung im Zeitverlauf

  • Wo bist du (Stadt und Land)?

  • Gerätetypen

Um die Conversion-Aktivitäten im weiteren Verlauf zu messen, können Teams Bitly Analytics mithilfe von UTM-Parametern und Kampagnen-Tracking mit Google Analytics oder anderen Attributionsplattformen verknüpfen.

Im Laufe der Zeit zeigen diese Daten, welche Platzierungen die effektivsten Akquisitionswege schaffen und welche Erlebnisse zu unnötigen Abbrüchen führen, sodass Teams ihre Kampagnen auf der Grundlage des tatsächlichen Nutzerverhaltens optimieren können.

Vereinfache die Kundengewinnung mit Bitly Codes

Effektive QR-Code-Strategien reduzieren unnötige Schritte zwischen Absicht und Handlung. Das bedeutet, QR Codes an entscheidenden Punkten zu platzieren, physische und digitale Erlebnisse in beide Richtungen miteinander zu verknüpfen und den gesamten Weg vom Scannen bis zur Konversion zu messen – und nicht nur die Scans zu zählen.

Bitly unterstützt diese Strategie mit Bitly Codes, die aktualisiert werden können, ohne dass gedruckte Materialien neu gedruckt werden müssen, mit Bitly Links, die ein einheitliches Markenerlebnis schaffen, und mit Bitly Analytics, das Teams dabei hilft zu verstehen, wie Zielgruppen mit den verschiedenen Kampagnen interagieren. Gemeinsam helfen diese Tools den Teams dabei, die Platzierungen zu verfeinern, die Customer Journey zu optimieren und die Kampagnen im Laufe der Zeit anzupassen.

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FAQs

Inwiefern wirken sich QR Codes hauptsächlich auf die Kundengewinnung aus?

QR Codes wirken sich am stärksten auf die Kundengewinnung aus, wenn sie die Reibungsverluste im Kaufprozess verringern. Die besten Anwendungsfälle eliminieren Schritte zwischen der Entdeckung und der Konversion, sodass Kunden nicht suchen, tippen oder durch mehrere Seiten navigieren müssen. Konzentriere dich weniger auf den Code selbst und mehr darauf, was der Scan ersetzt. Wenn der Scan die nächste Aktion nicht erleichtert, ist es unwahrscheinlich, dass er die Konversionsrate verbessert.

Wo solltest du QR Codes platzieren, um die Konversionsrate zu steigern?

Platzier die QR Codes dort, wo die Kaufbereitschaft von Natur aus hoch ist oder wo Kunden regelmäßig auf Hindernisse stoßen. Das bedeutet oft, dass Entscheidungen getroffen werden müssen, zum Beispiel bei der Bestellung, Nachbestellung oder der Klärung eines bestimmten Informationsbedarfs. Betrachte die Customer Journey – Bekanntheit, Überlegung, Entscheidung und Nachkauf – als Leitfaden, um Werbeplätze auszuwählen, die der Absicht der Kunden entsprechen. Dann schau mal, welche Platzierungen die Leute tatsächlich zum nächsten Schritt bewegen.

Wie verbinden QR Codes physische und digitale Customer Journeys?

QR Codes können digitale Erlebnisse über physische Kontaktpunkte auslösen, beispielsweise den Übergang vom Showroom zu einem umfassenderen mobilen Erlebnis. Das funktioniert auch umgekehrt, sodass digitale Erlebnisse in die physische Umgebung des Kunden hineinreichen können. Diese Brücke in beide Richtungen sorgt dafür, dass die Dynamik vom Offline-Entdeckungsprozess bis zur Online-Aktion erhalten bleibt, und verkürzt gleichzeitig den Weg zum Kauf.

Welche Smartphone-Erfahrungen machen QR Codes bei der Kundengewinnung effektiver?

QR Codes können Nutzer mit Funktionen verbinden, die Smartphones bereits gut unterstützen, wie Augmented Reality, kamerabasierte Interaktionen und standortbezogene Angebote. Diese Erfahrungen können die Bewertung beschleunigen und anschaulicher machen und so dazu beitragen, Unsicherheiten vor dem Kauf abzubauen. Das Wichtigste ist, die Funktionen des Smartphones zu nutzen, um eine klare nächste Maßnahme zu unterstützen, und nicht, um der Neuheit willen etwas hinzuzufügen.

Was solltest du messen, um nachzuweisen, dass QR Codes zur Neukundengewinnung beitragen?

Messe die gesamte Customer Journey vom ersten Scan bis zum Kaufabschluss mit Kennzahlen, die sowohl das Volumen als auch die Qualität der Kaufabsicht widerspiegeln. Beginne mit dem Scanning-Verhalten und analysiere anschließend Kennzahlen wie die Scan-to-Click-Rate, die Scan-to-Conversion-Rate, die geografische Performance und die Zeit bis zur Conversion. Vergleiche die Ergebnisse verschiedener Platzierungen, um herauszufinden, welche Kontexte den effizientesten Weg zum Kauf bieten, und optimiere dann die Zielseiten und Kampagnen auf der Grundlage der Leistungsdaten.