Kurzlink „Psychologie für Anfänger“: Die Wissenschaft hinter klickwürdigen URLs

A martial artist breaking a long, generic URL with a high kick to reveal a custom branded short link.

Stell dir mal vor: Du hast gerade eine SMS von einer Nummer erhalten, die nicht in deinen Kontakten gespeichert ist. Der Absender gibt sich als bekannte Marke zu erkennen, lädt dich ein, sich die Sommerkollektion anzusehen, und teilt einen Link. Auf welchen Link würdest du eher klicken? 

  • Eine lange, scheinbar zufällige Folge aus Buchstaben und Zahlen, in der der Markenname nicht vorkommt

  • Ein kurzer, prägnanter Markenlink

Die zweite Option ist doch eindeutig die bessere Wahl, oder? Aber warum ist das so? Das Klicken auf Kurzlinks ist nicht nur eine Frage der persönlichen Vorliebe. Die Wissenschaft bestätigt, dass es sinnvoll ist, aktiv zu werden und auf eine kurze, klare und markenspezifische Kurz-URL zu klicken, anstatt auf eine überladene oder verwirrende. Tauchen wir ein in die Welt der Marketingpsychologie und schauen wir uns an, warum Kurzlinks so erfolgreich sind.

Wie die Psychologie das Marketing beeinflusst

Psychologie und Marketing waren schon immer eng miteinander verbunden. Im Kern besteht die Aufgabe eines Marketingfachmanns darin, eine Zielgruppe zu analysieren, ihre Denkweise zu verstehen und herauszufinden, was ihre Aufmerksamkeit weckt und sie zum Handeln bewegt. All das hängt davon ab, wie das menschliche Gehirn funktioniert und warum Menschen tun, was sie tun – kurz gesagt: von der Psychologie

Wenn Marketingfachleute die menschliche Psychologie und ihre jeweilige Zielgruppe verstehen, können sie Bilder, Texte, Kampagnen und Kanäle auswählen, die die Verbraucher ansprechen. Das ist viel leichter gesagt als getan. Aber Marketingfachleute können sich einen Vorteil verschaffen, indem sie sich mit den psychologischen Prinzipien vertraut machen, die beeinflussen, wie Verbraucher Entscheidungen treffen – darunter auch, ob sie sich auf eine Marketingkampagne einlassen oder nicht. Und Links sind ein perfektes Beispiel dafür. 

Warum würde (oder würde nicht) jemand auf einen Link in einer SMS-Kampagne, einer E-Mail oder einem Kommentar in den sozialen Medien klicken? Was fasziniert, beschäftigt oder reizt sie? Was schreckt sie ab? Du kannst diese Fragen beantworten, wenn du dich mit den wissenschaftlichen Grundlagen der Entscheidungsfindung auseinandersetzt.

Wenn du schon mal bemerkt hast, dass du dich zu Inhalten hingezogen fühlst, die deine bestehenden Überzeugungen bestätigen, dann bist du gerade Opfer einer Bestätigungsverzerrung. Und wenn du Dinge, denen du immer wieder ausgesetzt bist, einfach ausblendest, setzt die Bannerblindheit ein. Mit anderen Worten: Wir sind rund um die Uhr von Psychologie umgeben. Hier sind vier Wege, wie psychologische Prinzipien dazu beitragen, dass ein Verbraucher eher auf einen Kurzlink als auf eine Kurz-URL klickt.

1. Kognitive Belastung

Menschen können nur eine bestimmte Menge an Informationen gleichzeitig verarbeiten, und das besagt auch die Theorie der kognitiven Belastung. Außerdem werden sie ständig mit unzähligen digitalen und Marketing-Botschaften bombardiert.

Wenn du einem Nutzer eine lange oder seltsam aussehende URL schickst, verlangst du von ihm, zusätzliche Informationen zu verarbeiten, die Situation einzuschätzen und zu entscheiden, ob es sich lohnt, darauf zu klicken. Solche Links sorgen für visuelle Unübersichtlichkeit und erhöhen den kognitiven Aufwand, der für diese Entscheidung nötig ist. 

Wenn du möchtest, dass jemand etwas unternimmt – sei es ein erster Schritt wie das Anklicken eines Links oder ein letzter Schritt wie ein Kauf –, solltest du ihn nicht mit visuellen Informationen überfordern. Du musst das vereinfachen. 

Ein übersichtlicher, einfacher und markenspezifischer Kurzlink hilft dabei, den kognitiven Aufwand zu verringern, der nötig ist, um die URL zu beurteilen und zu entscheiden, wie es weitergehen soll. Auf einen Blick sehen die Kunden sofort, von wem die Nachricht stammt und was angeboten wird. Diese Kurz-URL, die markenspezifisch ist, vermittelt einen professionellen und gepflegten ersten Eindruck – einer, der das Engagement eher steigert.

2. Modell der Ausarbeitungswahrscheinlichkeit

Jede Marketingbotschaft, die du versendest, zielt darauf ab, jemanden zum Handeln zu bewegen – deine Produkte anzusehen, einen Kauf zu tätigen oder etwas zu abonnieren. Aber wenn du einen Link teilst, musst du die Leute erst einmal davon überzeugen, darauf zu klicken. 

Das Elaboration-Likelihood-Modell besagt, dass Menschen bei Entscheidungen – zum Beispiel, ob sie auf einen Link klicken sollen – einen von zwei Wegen einschlagen. Entweder sind sie bereit, viel Zeit und Energie in ihre Entscheidungen zu investieren (zentrale Verarbeitung), oder sie treffen Entscheidungen schnell, basierend auf Zusammenhängen mit Dingen, die sie mögen oder denen sie vertrauen (periphere Verarbeitung). 

Im Idealfall sollte deine Marketingbotschaft sowohl das zentrale als auch das periphere Gehirn ansprechen. Ein informativer Text über deinen bevorstehenden Ausverkauf oder neue Produkte könnte einen Entscheidungsträger dazu veranlassen, darüber nachzudenken, ob er dein Produkt braucht oder das nötige Budget dafür hat. Du kannst einen Peripherieprozessor jedoch davon überzeugen, indem du Signale sendest, die zeigen, dass deine Nachricht (und insbesondere der Link) aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammt. 

Deshalb ist ein vertrauenswürdiger Kurzlink in Verbindung mit einer überzeugenden Botschaft eine wirkungsvolle Kombination, um sowohl schnelle als auch langsame Entscheider davon zu überzeugen, darauf zu klicken und den nächsten Schritt mit dir zu gehen. 

3. Risikoaversion

Das liegt in der Natur des Menschen: Wir sind darauf vorbereitet, nach potenziellen Gefahren Ausschau zu halten und sie nach Möglichkeit zu vermeiden. Das ist Risikoscheu – wir ziehen bestimmte Ergebnisse ungewissen vor.

Wenn ein Verbraucher einen langen Link oder eine allgemein gekürzte URL in seinem Posteingang sieht, fragt er sich oft als Erstes, ob das sicher ist – selbst wenn es so aussieht, als stamme die Nachricht von einer bekannten Marke. Führt ein Klick darauf zu Malware oder unangemessenen Inhalten? Ist der Text ein Phishing-Versuch, bei dem sich jemand als bekannte Marke ausgibt?

Diese Bedenken sind nicht so groß, wenn ein Kurzlink mit einer Markenbezeichnung versehen ist und auf eine bekannte Domain verweist. Solche Links schaffen leichter Vertrauen, und die Empfänger empfinden das Anklicken als weniger riskant. Wenn sie an deinem Angebot interessiert sind, wird sie ihre Risikoscheu nicht davon abhalten, den nächsten Schritt mit deiner Marke zu gehen. Das Ergebnis? Höhere Klickraten und mehr Umsatz. 

4. Theorie der Informationslücke

Wenn du Kunden über einen beliebigen Kanal einen Kurzlink schickst, musst du ihnen genügend Informationen geben, um sie davon zu überzeugen, dass dieser vertrauenswürdig und sicher ist. Aber Menschen haben auch eine gewisse Toleranz gegenüber Unsicherheit, die du bei Kurzlinks zu deinem Vorteil nutzen kannst. 

Der Theorie der Informationslücke zufolge werden Menschen, wenn sie eine Wissenslücke in Bezug auf etwas bemerken, das ihnen wichtig ist, Maßnahmen ergreifen, um diese Lücke zu schließen. Bei einem vertrauenswürdigen Kurzlink muss der Kunde erst darauf klicken und aktiv werden, um mehr zu erfahren. Du kannst dich auf die menschliche Neugier verlassen, um Spannung und Interesse zu wecken, die die Nutzer dazu veranlassen, herauszufinden, was sich hinter dem Link verbirgt. 

Denk daran, auf dem bereits vorhandenen Vertrauen und der Markenbekanntheit aufzubauen. Dieser Ansatz ist bei skeptischen Verbrauchern wahrscheinlich weniger wirksam und dürfte bei der Kaltakquise kaum Erfolg haben. Für deine treuen Kunden ist das jedoch eine ideale Strategie, um Klicks zu generieren.

Eine Frau, die in der Luft schwebt, während Bildschirme um sie herumwirbeln.

Man könnte eine Doktorarbeit über Marketingpsychologie schreiben und dabei das Wissen darüber, wie Menschen denken und sich verhalten, nutzen, um bessere Botschaften zu entwickeln und zu vermitteln. Die Grundsätze, die wir zur Unterstützung von Kurzlinks vorgestellt haben, kratzen nur an der Oberfläche dessen, was möglich ist, wenn man Psychologie und Marketing miteinander verbindet.

Nachdem wir nun die psychologischen Aspekte behandelt haben, wollen wir uns den praktischen Aspekten zuwenden und dir ein paar Schritte zeigen, mit denen du diese Ideen umsetzen und mehr Klicks erzielen kannst. 

1. Fang damit an, es zu kürzen

Das Wichtigste zuerst: Wenn du immer noch lange, unübersichtliche Links verschickst, die (1) schwer zu lesen sind oder (2) umfangreiche Tracking-Daten in der URL selbst enthalten, solltest du damit beginnen, Kurzlinks zur Standardvorgehensweise zu machen. 

Auch wenn ein Link mit Markennamen immer vorzuziehen ist (mehr dazu im nächsten Tipp!), ermöglicht ein Kurzlink aus einer identifizierbaren Quelle deinem Publikum dennoch, die Informationen schneller und mit geringerem kognitiven Aufwand zu verarbeiten. Anstatt die Empfänger mit visueller Komplexität zu überfordern, vereinfache das, was sie sehen, mit einem individuellen Kurzlink. 

Und wenn du das mit einem bekannten Namen wie Bitly oder – noch besser – deiner eigenen Domain machst, wirst du noch bessere Ergebnisse erzielen. Wenn du noch keine Erfahrung mit Link-Shortenern hast: Es dauert nur wenige Minuten, zu lernen, wie man eine URL mit einer Plattform wie Bitly verkürzt, und du kannst damit sofort dein Engagement steigern.

2. Stell deine Marke in den Mittelpunkt

Schließe die Informationslücke und hilf den Verbrauchern, schnelle, intuitive Entscheidungen zu treffen, indem du deine Marke über eine eigene Domain ganz vorne in deinen Kurz-URLs präsentierst. Bei bestimmten Bitly-Tarifen kannst du Bitly-Links mit einer eigenen Domain für deine Kurzlinks erstellen. Anstatt dass deine Links mit unserer Domain beginnen (zum Beispiel bit.ly/link), beginnen deine Links mit deiner eigenen, vertrauenswürdigen Domain (zum Beispiel dannisdonut.shop/link). Die Empfänger wissen, von wem die Nachricht stammt, und können darauf vertrauen, wohin der Link sie führt. 

3. Passe beide Teile deiner Links an

Mit Bitly Links kannst du nicht nur deutlich machen, dass die URLs von deiner Marke stammen, sondern auch Details zu einer bestimmten Kampagne oder einem Angebot teilen, indem du die zweite Linkhälfte individuell anpasst. Anstatt nach dem Schrägstrich eine zufällige Zeichenfolge zu verwenden, solltest du deine Links benutzerfreundlich und einprägsam gestalten – mit einem Tag, das deutlich macht, was du anbietest. Probier doch mal einen beschreibenden Begriff wie „/springsale“ oder den Namen deines neuen Produkts im Rahmen einer großen Markteinführung aus. Diese liefern deinem Publikum klare, leicht lesbare Informationen, die es innerhalb von Sekunden verarbeiten und als Grundlage für seine Entscheidung nutzen kann, ob es darauf klickt.

Beispiele für Standard-Links, die in eine Vanity-URL umgewandelt wurden.


4. Verwende einen Linkverkürzer für Analysen

UTM-Parameter sind ein leistungsstarkes Werkzeug, das Marketingfachleuten dabei hilft, Traffic-Quellen zu unterscheiden und festzustellen, welche Kanäle und Kampagnen am erfolgreichsten sind. UTM-Parameter können Links jedoch lang und unübersichtlich machen und eine visuelle Komplexität verursachen, die deine Zielgruppe davon abhalten kann, darauf zu klicken. Hier ist ein Beispiel-Link mit UTM-Parametern: 

www.example.com/page?utm_campaign=newfeature&utm_medium=email

Wenn das in deinem SMS-Posteingang auftauchen würde, wäre das nicht gerade einfach zu verdauen.

Mit einem Link-Shortener kannst du Links übersichtlich halten, ohne dabei auf die Nachverfolgung verzichten zu müssen. Mit der Bitly-Plattform kannst du jeden Link, den du mit UTM-Parametern erstellt hast, kürzen. Außerdem erhältst du Zugriff auf Bitly Analytics, das dir Einblicke in die Link-Performance bietet, darunter die erfolgreichsten Kampagnen, Klick- und Scan-Standorte (Stadt/Land) sowie die verweisenden Kanäle. Kurzlinks regen deine Zielgruppe zum Klicken an und liefern Echtzeitdaten zu ihrem Verhalten. 

5. Erstelle einen möglichst eindeutigen CTA

Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass es bei der Optimierung für Klicks auf Kurzlinks nicht nur um die URL selbst geht – sondern auch um den Text und den Kontext, den du teilst. Neben der individuellen Gestaltung von Kurzlinks kannst du Informationslücken schließen und die Aufmerksamkeit der Verbraucher wecken, indem du ihnen genau sagst, was sie erwartet, wenn sie darauf klicken. 

Handlungsaufforderungen wie „Mehr erfahren“ oder „Schau mal rein“ könnten für manche Kampagnen genau das Richtige sein. Wenn du jedoch die Klickrate auf Kurzlinks steigern möchtest, solltest du noch präziser formulieren, um Verwirrung und das Gefühl von Risiko zu vermeiden. Probier doch mal CTAs wie „Schau dir die Geschmacksrichtungen dieser Woche an“, „Hol dir dein Gratisprodukt“ oder „Schau, was es mit 50 % Rabatt gibt“ aus. Diese bieten klare, konkrete Wege zum Nutzen und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass deine Zielgruppe darauf klickt.

Mach mit und Verbindungen mit Bitly 

Viele, wenn nicht sogar die meisten Entscheidungen, die Menschen treffen, werden von Faktoren beeinflusst, derer sie sich gar nicht bewusst sind – von Farben, die harmonisch wirken, über einen fast rhythmischen Satz bis hin zu einem Gefühl der Vertrautheit mit einer Marke. Marken können all diese potenziellen Verbindungen nutzen, um ihre Zielgruppe zu erreichen. Je besser Marketingfachleute die Psychologie hinter dem Aufbau von Vertrauen und sogar einer Verbundenheit mit den Verbrauchern verstehen, desto besser wird ihr Marketing sein. 

Mittlerweile ist klar, dass Kurzlinks mehr sind als nur ein digitales Tool – sie sind eine Brücke zu sofortigen, sinnvollen Verbindungen mit deinem Publikum. Mach es ihnen leicht, den nächsten Schritt zu tun – mit einem Kurzlink, der auf einen Blick verständlich ist und deinem Team Einblicke in Echtzeit liefert.
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