Warum schließen Einzelhandelsgeschäfte im Jahr 2025? Trends und Strategien zum Überleben

A woman in a purple outfit standing in front of a floor-length mirror with an AR QR Code on it. She's holding a red dress that's from the QR Code, and her reflection shows her in the dress.

Es war eine harte Zeit für den Einzelhandel. Beliebte Ladenketten, Kaufhäuser und sogar traditionsreiche Marken schließen in immer größerer Zahl ihre Türen. Und es sind nicht nur kleine Unternehmen, die schließen müssen. Es sind große Einzelhandelsketten mit landesweiter Präsenz.

Anfang dieses Jahres kündigte Walgreens an, mehr als 500 Filialen schließen zu wollen. Macy’s gab bekannt, dass 66 Filialen geschlossen werden sollen; bis 2026 werden insgesamt 150 Schließungen erwartet. Marken wie Joann, JCPenney, Kohl’s und Walmart bauen ebenfalls ihre Präsenz im stationären Handel ab.

Was ist also der Grund für diese Schließungen? Und was können Einzelhändler tun, um wettbewerbsfähig zu bleiben? Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Trends, die hinter diesem Wandel stehen, und stellen Marketingstrategien für den Einzelhandel vor, die Geschäften helfen sollen, sich anzupassen und erfolgreich zu sein.

Hinweis: Die unten aufgeführten Marken und Beispiele haben wir bei unserer Online-Recherche für diesen Artikel gefunden.

3 Hauptgründe, warum Einzelhandelsgeschäfte schließen

Untersuchungen zufolge werden im Jahr 2025 mehr als 15.000 Geschäfte in den USA schließen – das ist mehr als doppelt so viel wie die 7.000, die im letzten Jahr geschlossen wurden. Geschlossene Geschäfte sind nicht auf ein einziges Problem zurückzuführen. Sie spiegeln eine Mischung aus sich überschneidenden Herausforderungen wider, die die Arbeitsweise von Einzelhandelsgeschäften immer wieder neu gestalten.

Schauen wir uns das mal genauer an. 

1. Wirtschaftlicher Druck und Inflation

Einer der Hauptgründe, warum im Jahr 2025 so viele stationäre Geschäfte schließen, ist eine Kombination aus wirtschaftlichem Druck, steigenden Zinsen und anhaltender Inflation. Mehr als die Hälfte der Amerikaner gibt an, dass ihre finanzielle Lage „mittelmäßig“ oder „schlecht“ ist, und jeder Fünfte hat Schwierigkeiten, seine Miete oder Hypothek zu bezahlen. Das bedeutet, dass weniger Geld zum Ausgeben im Einzelhandel zur Verfügung steht.

Zu allem Überfluss treiben Inflation und drohende Zölle die Warenpreise in die Höhe. Die Lebensmittelpreise sind seit 2021 um 23 % gestiegen, und die Kosten für Elektronikartikel könnten je nach Produktgruppe um bis zu 68 % steigen.

Angesichts steigender Preise und zunehmender finanzieller Belastungen ist das Verbrauchervertrauen gesunken. Die Leute geben weniger Geld aus, und das spürt sich im Einzelhandel. 

2. Veränderte Konsumgewohnheiten und der Aufstieg des Online-Shoppings

Ein weiterer wichtiger Grund für die Schließung von Ladengeschäften ist der anhaltende Trend zum Online-Shopping, vor allem bei Millennials und der Generation Z. Wenn Verbraucher etwas kaufen wollen, gehen viele direkt zu Online-Händlern wie Amazon und Temu. Warum? Denn E-Commerce bedeutet oft bessere Preise, mehr Auswahl und dieses so wichtige Gefühl der persönlichen Betreuung. 

In der heutigen datengesteuerten Welt haben Verbraucher extrem hohe Erwartungen an die Marken, bei denen sie einkaufen. Tatsächlich sagen 88 %, dass das Kundenerlebnis, das ein Unternehmen bietet, genauso wichtig ist wie seine Produkte oder Dienstleistungen. Online ist es ganz einfach, diese Erwartungen zu erfüllen. Mithilfe von Datenanalysen, Treueprogrammen und Marketing-Technologie können Einzelhändler das Kundenerlebnis in großem Maßstab personalisieren. 

Auch wenn diese Strategien im Ladengeschäft ebenfalls möglich sind, tun sich viele Einzelhändler schwer damit, das Maß an Personalisierung zu bieten, das die Kunden erwarten

Ein Beispiel für die Werbung eines Händlers für Sonderangebote, die auf die Interessen oder früheren Einkäufe einer Person zugeschnitten sind


3. Strategische Fehltritte und das Versäumnis, sich neu auszurichten

Neben wirtschaftlichem Druck und sich wandelnden Verbrauchergewohnheiten haben auch Missmanagement und strategische Fehltritte zum Niedergang vieler Einzelhändler beigetragen. Eines der häufigsten? Physische Geschäfte als reine Transaktionsorte zu betrachten.

Die Verbraucher von heute erwarten mehr. Beim Einkaufen geht es nicht nur um die Funktion – es geht um das Erlebnis. Untersuchungen zeigen sogar einen direkten Zusammenhang zwischen dem Umsatz eines Geschäfts und der Frage, wie unterhaltsam die Kunden das Einkaufserlebnis im Laden empfinden. Die klassische Ladengestaltung reicht nicht mehr aus. Es muss fesselnd, interaktiv und digital optimiert sein.

Nimm zum Beispiel Lush. Die neuesten Filialen dieser Hybrid-Einzelhandelsmarke sind weit mehr als nur Orte, an denen man Seife kaufen kann. Das sind digitale Spielplätze. Mit der #LushLabs-App können Kunden Badebomben scannen, um sich über Inhaltsstoffe und Eigenschaften zu informieren, und sie können sich sogar ansehen, wie das Produkt in ihrer Badewanne sprudelt und sich auflöst. Das ist genau die Art von Erlebnis, die für mehr Laufkundschaft sorgt und online für viel Aufmerksamkeit sorgt.

Aber Lush ist immer noch eine Ausnahme. Viele Einzelhändler hinken hinterher, weil sie nicht wissen, wie sie ihre Ladengeschäfte für die heutigen, digital orientierten Kunden neu gestalten sollen.

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Wie Einzelhändler überleben und erfolgreich sein können

Der Einzelhandel befindet sich in einer Phase tiefgreifender Veränderungen. Technologie, sich wandelnde Verbrauchererwartungen und die Inflation setzen stationäre Geschäfte stark unter Druck. Aber Druck kann auch Chancen eröffnen. 

Bis 2028 werden 72 % des gesamten Einzelhandelsumsatzes in den USA weiterhin in stationären Geschäften erzielt werden. Die Kunden wenden sich nicht vom stationären Handel ab, sie werden nur wählerischer. Wert, Erfahrung und Individualisierung rücken ganz oben auf ihrer Prioritätenliste.

Einzelhändler, die sich diesen Erwartungen anpassen, haben die Chance, wettbewerbsfähig zu bleiben und zu wachsen. Der Schlüssel liegt darin, intelligente, vernetzte Strategien zu entwickeln, die die Kunden dort abholen, wo sie gerade stehen.

Hier sind die Best Practices für das Einzelhandelsmarketing, die jede Marke kennen sollte. 

Verbessere dein Kundenerlebnis

Die Käufer von heute haben mehr Auswahl als je zuvor, doch 67 % geben an, dass sie lieber einer einzigen Marke treu bleiben. Und wie gewinnt man diese Treue? Indem wir im Laden Erlebnisse bieten, die sich nahtlos, persönlich und lohnenswert anfühlen.

Das geht über ein einfaches Treueprogramm hinaus. Einzelhändler müssen ihre Kunden an jedem Kontaktpunkt erkennen und ansprechen, vor allem im Laden. Allzu oft endet das Einkaufserlebnis im Laden an der Kasse. Ein Kunde kauft etwas, geht und hört nie wieder etwas von der Marke. Das ist eine verpasste Chance.

Eine der einfachsten Möglichkeiten, dieses Erlebnis zu verbessern, ist per SMS. SMS sind eine direkte und effektive Möglichkeit, in Kontakt zu bleiben. Damit kannst du nach einem Besuch nachfassen, personalisierte Werbeaktionen versenden, Feedback einholen oder zeitnahe Angebote unterbreiten, wenn ein Kunde in der Nähe ist. Es ist eine einfache Strategie, die das Potenzial hat, einmalige Besuche in dauerhafte Beziehungen zu verwandeln.

Vier Methoden zur Messung der Kundenzufriedenheit anhand von Feedback und zur grafischen Darstellung von Kundenfeedback

Verbinde dein Ladengeschäft mit deinen Online-Kanälen

Die zukunftsorientiertesten Einzelhändler setzen auf einen „phygitalen“ Ansatz, bei dem sie Online- und Offline-Kontaktpunkte miteinander verbinden, um ein nahtloses Kundenerlebnis zu schaffen. 

Das Ziel ist es, den Kunden Flexibilität zu bieten. Der phygitale Einzelhandel ermöglicht es Kunden, mit deiner Marke so und wo immer es für sie am bequemsten ist zu interagieren – egal, ob sie im Laden stöbern und online kaufen, von zu Hause aus bestellen und später abholen oder direkt vor einem Regal Empfehlungen in Echtzeit erhalten möchten.

QR Codes bieten eine einfache und risikoarme Möglichkeit, deine Phygital-Strategie auf den Weg zu bringen. So nutzt du QR Codes im Einzelhandel:

  • Ausführliche Produktinformationen: Füge QR Codes zu den Produktpräsentationen hinzu, damit Kunden diese mit ihrem Smartphone scannen können, um auf Landingpages mit Bewertungen, Anleitungsvideos, Zutatenlisten oder Größentabellen zu gelangen – so können sie sich beim Kauf sicherer fühlen. 

  • Bestellung im Laden: Wenn ein Artikel nicht vorrätig ist, kann ein QR Code Kunden auf deine Website weiterleiten, wo sie eine Bestellung für die Lieferung nach Hause oder die Abholung im Laden aufgeben können – so kannst du den Verkauf sichern.

  • Voller Zugriff auf den Katalog: Wenn dein Laden nur wenig Platz bietet, können QR Codes zu deinem gesamten Online-Sortiment führen, sodass Kunden mehr als nur das stöbern und kaufen können, was in den Regalen steht.

Das sind auch nicht nur theoretische Anwendungsfälle. Marken wie Rad Power Bikes nutzen bereits Bitly Codes, um die Lücke zwischen stationärem Handel und digitalen Erlebnissen zu schließen. In allen Filialen von Rad Power Bikes gibt es Codes, die Kunden scannen können, um sich direkt im Laden online über Produkte, Zubehör und Anleitungen zu informieren.

„Durch den Einsatz von QR Codes können wir ein einheitlicheres Kundenerlebnis über alle Kanäle hinweg bieten.“ „Das gibt uns die Möglichkeit, Kunden nahtlos vom Erlebnis im Ladengeschäft auf unsere Markenwebsite zu leiten – ein wichtiger Teil der Customer Journey.“

Lauren Rothering, Senior Brand & Product Marketing Manager bei Rad Power Bikes

Optimiere deine Ladengestaltung und deine Kundenkontaktpunkte

Wie wir bereits festgestellt haben, ist erlebnisorientiertes Einzelhandelsmarketing in der heutigen wettbewerbsintensiven Landschaft unverzichtbar. Aber nicht jeder Einzelhändler verfügt über die Mittel, um das Einkaufserlebnis in seinen Filialen mit Augmented Reality, KI oder anderen Spitzentechnologien grundlegend zu verändern. 

Die gute Nachricht? Du brauchst kein riesiges Budget, um mit Verbesserungen anzufangen. Hier sind ein paar Tipps, wie du dein Ladendesign und deine Kundenkontaktpunkte verbessern kannst:

  • Raumgestaltung: Schaffe verschiedene Bereiche in deinem Geschäft, damit sich das Einkaufen eher wie eine Reise anfühlt. Marken wie Søstrene Grene und Tiger Tiger nutzen Themenbereiche, um Kunden durch die verschiedenen Abteilungen zu führen und ihre Entdeckungslust zu wecken.

  • QR Codes für das Einzelhandelsmarketing: Bringe QR Codes an Regalenden, Produktdisplays oder Beschilderungen an, um das Einkaufserlebnis interaktiver zu gestalten. Verlinke sie mit Anleitungsvideos, Produktdemos oder Anwendungstipps, um den Käufern zu zeigen, wie die Artikel in der Praxis funktionieren.

  • Marken-Storytelling: Nutze visuelle Elemente, um Kunden in deine Marke einzutauchen. Denk an Kunst, Projektionen oder Videodisplays, die deine Werte und deine Persönlichkeit vermitteln.

  • Gemeinschaftsräume: Mach dein Geschäft zu einem Anziehungspunkt, nicht nur zu einem Ort zum Einkaufen. Schau dir doch mal Eataly an: teils Markt, teils Restaurant und teils Kulturzentrum. An den verschiedenen Standorten finden regelmäßig Kochkurse, Weinproben und gemeinsame Essenserlebnisse statt, die die Kunden nicht nur wegen der Lebensmittel anziehen.
Ein Beispiel für einen Flyer mit einem QR Code, der zu einem Link zum Sommerschlussverkauf führt

Lege den Schwerpunkt auf datengestützte Erkenntnisse

Im Jahr 2025 müssen Einzelhändler jeder Größe Kundenerkenntnisse nutzen, um ihre Entscheidungen darauf abzustimmen. Je besser du verstehst, wie Menschen einkaufen, was sie lieben und wo sie sich engagieren, desto besser bist du in der Lage, Erlebnisse zu bieten, die sie immer wieder zurückkommen lassen. 

Und du brauchst keinen komplexen Tech-Stack, um mehr über das Verbraucherverhalten zu erfahren. QR Codes können diese Lücke schließen. 

Nimm zum Beispiel Daily Harvest. Als die Marke ihr Sortiment an direkt vom Bauernhof tiefgefrorenen Produkten auf Kroger-Filialen in den gesamten USA ausweitete, nutzte sie Scandaten von Bitly Codes auf den Verpackungen in den Tiefkühlregalen, um zu ermitteln, welche Filialen das größte Kundeninteresse weckten. Dank der Erkenntnisse aus Bitly Analytics konnte das Team Regionen mit besonders guten Ergebnissen identifizieren, das lokale Marketing anpassen und die Strategie für die Ladengeschäfte in Echtzeit optimieren. 

Das ist nur ein Beispiel dafür, wie QR Codes zu fundierteren Entscheidungen beitragen können. Weitere Anwendungsfälle sind:

  • Die Leistung der Kampagne messen: Verwende kampagnenspezifische QR Codes auf Beschilderungen, Verpackungen oder Flyern, um herauszufinden, welche Botschaften oder Angebote das größte Interesse wecken.

  • Interesse am Testprodukt: Füge QR Codes zu den Auslagen für kommende Produkte hinzu, die auf die Landingpages „Benachrichtige mich“ oder „Warteliste“ verweisen, um die Nachfrage einzuschätzen, bevor du in Lagerbestände investierst.

  • Kundenfeedback sammeln: Verlinke zu kurzen Fragebögen nach dem Kauf, um in Echtzeit Feedback zu Service, Produktqualität oder Einkaufserlebnis zu sammeln.

  • Personalbesetzung und Öffnungszeiten optimieren: Analysiere die Scan-Muster, um Spitzenzeiten zu ermitteln, und passe so die Dienstpläne der Mitarbeiter und die Öffnungszeiten an den tatsächlichen Bedarf an.

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Die Zahl der Ladenschließungen mag zwar steigen, aber der stationäre Handel wird nicht verschwinden. Es entwickelt sich weiter. Erfolgreich sein werden diejenigen, die flexibel bleiben, neue Ideen ausprobieren, neue Technologien nutzen und ihre Strategien im Ladengeschäft überdenken, um den sich wandelnden Erwartungen der Kunden gerecht zu werden.

Bitly kann dir dabei helfen, diesen Wandel voranzutreiben. Mit der Bitly Connections Platform kannst du mithilfe von Bitly Codes nahtlose phygitale Erlebnisse schaffen, die dein Ladengeschäft mit deiner digitalen Präsenz verbinden. Gleichzeitig erhältst du aussagekräftige Echtzeit-Einblicke in das Verbraucherverhalten, die dir helfen, fundiertere Entscheidungen zu treffen. 

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